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Ocean Race Atlantic 2026
Nach fast 3.200 Seemeilen über den Nordatlantik wurde die erste Ausgabe des The Ocean Race Atlantic erst auf den letzten Meilen entschieden. Von New York bis Lorient lieferten sich einige der schnellsten IMOCA-Yachten der Welt ein Rennen, bei dem zwischen Sieg und Platz vier am Ende nur wenige Minuten lagen.
Vier Teams im Kampf um den Sieg
Schon früh setzte sich eine Spitzengruppe ab, in der United by the Ocean, 11th Hour Racing, DMG MORI Global One und Team Malizia immer wieder um die besten Positionen kämpften. Starker Wind, schnelle Foil-Kurse und taktisch schwierige Wetterzonen sorgten dafür, dass sich kein Team dauerhaft entscheidend absetzen konnte. Gerade auf dem Nordatlantik zeigte sich dabei, wie eng das Leistungsniveau der modernen IMOCA-Generation inzwischen geworden ist.
Hohe Geschwindigkeiten, hohe Belastung
Die schnellen 60-Fuß-Yachten erreichten über längere Strecken Geschwindigkeiten von mehr als 20 Knoten und zeitweise deutlich darüber. Dabei wurden nicht nur die Crews, sondern auch Foils, Ruder und Riggs permanent an ihre Belastungsgrenzen gebracht. Team Malizia bekam das besonders deutlich zu spüren, als die neue Malizia 4 bei hoher Geschwindigkeit mit ihrem Backbord-Foil auf ein unbekanntes Objekt traf und das Verstellsystem beschädigt wurde.
Trotz einer Reparatur auf See blieb die Yacht im Rennen und kämpfte sich wieder an die Spitze heran.
Spannung bis vor die französische Küste
Auch auf den letzten hundert Seemeilen blieb das Rennen völlig offen. Schwache und wechselhafte Winde vor Lorient ließen die Abstände immer wieder schrumpfen und machten taktische Entscheidungen ebenso wichtig wie reine Bootsgeschwindigkeit. Am letzten Morgen lagen die führenden Teams nur wenige Seemeilen auseinander.
Paul Meilhat gewinnt das Ocean Race Atlantic
Den Sieg sicherte sich schließlich der Franzose Paul Meilhat mit United by the Ocean nach 7 Tagen, 23 Stunden, 39 Minuten und 11 Sekunden. Nur 8 Minuten und 56 Sekunden später erreichte Francesca Clapcich mit 11th Hour Racing das Ziel und belegte Platz zwei. Kojiro Shiraishi und DMG MORI Global One verteidigten Rang drei, während Boris Herrmann und Team Malizia nur rund fünf Minuten später als Vierte einliefen. Nach fast acht Tagen Hochseesegeln lagen die ersten vier Yachten außergewöhnlich dicht beieinander.
Ein Vorgeschmack auf die nächste IMOCA-Generation
Neben dem sportlichen Ergebnis war das Rennen auch ein wichtiger Vergleich der neuesten IMOCA-Konzepte. Mehrere Teams setzten auf neue oder stark weiterentwickelte Yachten, deren Foils, Rumpfformen und Cockpitkonzepte auf maximale Geschwindigkeit und Effizienz ausgelegt sind. Das Ocean Race Atlantic wurde damit nicht nur zu einer Regatta, sondern auch zu einem Härtetest für die nächste Generation des Hochseesegelns.
Ein Rennen mit internationaler Strahlkraft
Mit Crews aus Frankreich, den USA, Japan, Deutschland und weiteren Segelnationen zeigte das Rennen, wie international die IMOCA-Klasse inzwischen aufgestellt ist. Der extrem knappe Zieleinlauf machte zugleich deutlich, dass die Unterschiede zwischen den Topteams kleiner werden und Defekte, Wetterentscheidungen oder wenige Minuten schnell über mehrere Platzierungen entscheiden können. Die Premiere des Ocean Race Atlantic hat damit genau das geliefert, was moderne Hochseeregatten ausmacht: Geschwindigkeit, Technik, taktische Unsicherheit und Spannung bis zur Ziellinie. Für die kommenden großen IMOCA-Rennen ist die Botschaft deshalb klar: An der Spitze gibt es derzeit kaum Raum für Fehler und fast jedes Team kann ein Rennen entscheiden.




