25.08.2026
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Jeff Bezos auf Jan Koums Moonrise in Kroatien


Noch vor rund zwei Wochen lag sie in der Marina Kaštela bei Split, inzwischen sorgt die knapp 101 Meter lange Superyacht Moonrise wenige Seemeilen weiter südlich für Schlagzeilen. Vor der Insel Mljet empfing WhatsApp-Mitgründer Jan Koum auf seiner Yacht prominenten Besuch: Amazon-Gründer Jeff Bezos und US-Medienunternehmer Barry Diller kamen zu einem Treffen an Bord zusammen.


Für die kroatische Adriaküste ist der Besuch ein weiteres Beispiel dafür, welche Bedeutung die Region inzwischen auch für einige der größten Privatyachten der Welt hat.

 

Von Kaštela weiter nach Mljet

 

Anfang August konnten wir die Moonrise selbst in der Marina Kaštela beobachten. Zwischen den deutlich kleineren Yachten und Charterbooten war das Schiff schon allein aufgrund seiner Dimensionen kaum zu übersehen. Mit einer Länge von 100,7 Metern und einer Breite von 15,7 Metern gehört die 2025 ausgelieferte Feadship zu einer Größenklasse, die selbst in den großen Marinas der Adria nicht alltäglich ist.

 

Nur rund zwei Wochen später liegt die Moonrise nun vor Mljet. Dort wurde sie zum Schauplatz eines Treffens dreier prominenter Unternehmer.

Jan Koum erreichte die Yacht am Montag per Hubschrauber. Jeff Bezos und Barry Diller kamen am späten Nachmittag hinzu. Das Treffen und die auffällige Superyacht sorgten entsprechend schnell für Aufmerksamkeit entlang der kroatischen Küste.

 

Die neue Moonrise

 

Bei der aktuell in Kroatien fahrenden Moonrise handelt es sich um Koums neue Feadship, die erst 2025 fertiggestellt wurde. Sie ist die Nachfolgerin einer ebenfalls nahezu 100 Meter langen Moonrise aus dem Jahr 2020.

Das ist eine wichtige Unterscheidung, denn in aktuellen Berichten werden teilweise die Daten beider Yachten miteinander vermischt. Die neue Moonrise misst offiziell 100,7 Meter und wurde bei Feadship im niederländischen Makkum gebaut. Das Außendesign stammt von De Voogt, während Rémi Tessier für das Interieur verantwortlich zeichnet.

Statt ein völlig neues Konzept zu entwickeln, wurde die Grundidee der ersten Moonrise weitergeführt und in verschiedenen Bereichen verfeinert. Dazu gehören größere Außenflächen, ein erweitertes Sundeck sowie technische Lösungen zur Reduzierung von Geräuschen und Vibrationen.

 

Auch optisch bleibt die Yacht dabei vergleichsweise zurückhaltend. Trotz ihrer enormen Größe wirkt ihr Profil klar und geradlinig - ein Kontrast zu einigen wesentlich expressiver gestalteten Superyachten dieser Klasse.

 

Ein 68-Meter-Schiff als Begleiter

Außergewöhnlich ist allerdings nicht nur die Moonrise selbst. Sie wird von der Nebula begleitet, einem rund 68 Meter langen Support-Katamaran.

Schon dieser Begleiter wäre für sich genommen größer als die meisten Superyachten. Die Nebula übernimmt einen Teil der Logistik rund um die Hauptyacht und bietet unter anderem Platz für zusätzliche Ausrüstung und Personal. Ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts ist außerdem der große Helikopterhangar.

Damit lassen sich Tender, Wassersportausrüstung und technische Infrastruktur teilweise von der eigentlichen Yacht auslagern. Auf der Moonrise selbst bleibt dadurch mehr Platz für private Wohn- und Aufenthaltsbereiche.

 

Beim aktuellen Aufenthalt vor Mljet zeigt sich auch, wie praktisch ein solches Konzept sein kann: Koum selbst reiste per Hubschrauber zur Yacht an.

 

Kroatien als Revier für die größten Superyachten

 

Dass eine Yacht dieser Größenordnung zunächst in Kaštela liegt und kurze Zeit später vor Mljet ankert, zeigt gleichzeitig eine der großen Stärken der kroatischen Küste.

Zwischen modernen Marinas rund um Split, geschützten Inselbuchten und Zielen wie Hvar, Korčula, Mljet oder Dubrovnik liegen vergleichsweise kurze Distanzen. Genau diese Kombination macht die zentrale und südliche Adria sowohl für klassische Chartergäste als auch für große Privatyachten interessant.

Die Marina Kaštela liegt unmittelbar im Großraum Split und bietet eine ideale Position zwischen Trogir, Split und den vorgelagerten Inseln. Von hier aus öffnet sich praktisch die gesamte mitteldalmatinische Inselwelt.

 

Der Aufenthalt der Moonrise dort war nur eine Station auf ihrer Adriaroute. Rund zwei Wochen später hat sich das Geschehen bereits vor die weitgehend naturbelassene Küste Mljets verlagert.

 

Drei Milliardäre, eine Yacht und die kroatische Adria

 

Jeff Bezos ist selbst längst kein Unbekannter in der Welt großer Yachten. Seine eigene Segelyacht Koru zählt ebenfalls zu den bekanntesten privaten Großyachten der vergangenen Jahre. Dass Bezos nun auf Koums Moonrise zu Gast war, machte aus einem ohnehin auffälligen Yachtaufenthalt eine Nachricht, die weit über die nautische Szene hinaus Beachtung fand.

 

Für uns ist vor allem der zeitliche Zusammenhang interessant: Noch Anfang August lag die neue Moonrise unmittelbar vor uns in Kaštela. Zwei Wochen später wird dieselbe Yacht vor Mljet zum Treffpunkt von Jan Koum, Jeff Bezos und Barry Diller.

Solche Besuche zeigen, dass Kroatien längst nicht mehr nur eines der wichtigsten klassischen Charterreviere Europas ist. Auch im internationalen Superyacht-Segment gehört die Adria inzwischen regelmäßig zur Sommerroute einiger der größten und bekanntesten Yachten der Welt.