14.03.2024
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Was macht die Drake-Passage zur gefährlichsten Segelroute?


Mögen Sie Abenteuer? Ja, aber das Segeln in der Drake Passage mit einer kleinen Segelyacht ist mehr als ein Abenteuer. Es ist die gefährlichste Segelroute. Wir listen alle Gründe auf, warum Sie lieber zu Hause bleiben und sich YouTube-Videos über die Drake-Passage ansehen sollten, anstatt sie zu durchfahren.


Die Drake-Passage gilt aufgrund mehrerer Schlüsselfaktoren als eine der gefährlichsten Seerouten:

Extreme Wetterbedingungen: Die Passage ist berüchtigt für ihre heftigen Winde, die oft Orkanstärke oder mehr erreichen. Diese Winde können in Verbindung mit sich schnell ändernden Wettermustern massive Wellen und heftige Stürme erzeugen, die für Schiffe ein erhebliches Risiko darstellen.

Unberechenbare Wellen: Starke Winde und Strömungen in der Drake-Passage können zu außergewöhnlich hohen Wellen führen, die eine Höhe von über 30 Metern erreichen können. Diese unvorhersehbaren Wellen stellen eine große Gefahr für Schiffe dar und können sie zum Kentern bringen oder schwer beschädigen.

Das folgende Video zeigt die Auswirkungen der Wellen von einem großen Kreuzfahrtschiff aus:

Eisberge und Eisschollen: Obwohl sie nicht so häufig vorkommen wie in den Polarregionen, sind Eisberge und Eisschollen in der Drake-Passage immer noch vorhanden, vor allem während des australischen Sommers. Diese schwimmenden Hindernisse erhöhen das Risiko von Kollisionen und Schäden an Schiffen, insbesondere bei schlechter Sicht oder rauer See.

Enge und seichtes Wasser: Obwohl die Drake-Passage eine der breitesten Ozeanpassagen ist, ist sie im Vergleich zu anderen großen Ozeanüberquerungen relativ eng und seicht. Dies kann zu steiler und unübersichtlicher See führen, was die Navigation weiter erschwert und die Unfallwahrscheinlichkeit erhöht.

Abgelegene Lage und begrenzte Unterstützung: Die Drake-Passage liegt weit entfernt von größeren Häfen oder Rettungseinrichtungen, so dass im Notfall nur langsam Hilfe eintreffen kann. Die Abgeschiedenheit und Unwirtlichkeit der umliegenden antarktischen Region erschwert die Rettung zusätzlich.

Isolation und raue Bedingungen: Die Passage ist von der lebensfeindlichen Umgebung des Südlichen Ozeans und der Antarktis umgeben, die durch extreme Kälte, Eis und Isolation gekennzeichnet ist. Diese Bedingungen schaffen zusätzliche Risiken für Schiffe und Besatzung und verstärken die Gefahren, die mit der Durchfahrt der Drake-Passage verbunden sind.


Auch die Strömungen in der Drake-Passage machen sie auf diese Weise gefährlich:

Antarktischer Zirkumpolarstrom (ACC): Dieser Strom fließt schnell von West nach Ost um die Antarktis. Er ist die breiteste und schnellste Meeresströmung der Welt. In der Drake-Passage beschleunigt er sich noch mehr, was die Meere unruhig und unberechenbar macht.

Zusammenfluss von Strömen: In der Drake-Passage treffen weitere Strömungen aus dem Atlantik und dem Pazifik aufeinander. Dazu gehören der Falklandstrom aus dem Norden und die Westwinddrift aus dem Süden. Wenn diese Strömungen zusammentreffen, verstärken sie die Wasserströmung und erzeugen Strudel und Turbulenzen.

Gezeitenströmungen: Die Gezeitenströmungen sind zwar nicht so bedeutend, beeinflussen aber auch die Drake Passage. Sie sind zwar nicht so stark wie an anderen Orten, können aber dennoch die Schifffahrt beeinflussen, vor allem in Kombination mit dem starken ACC. Diese Gezeitenströmungen können es Schiffen noch schwerer machen, durch die Passage zu navigieren.

Auswirkung auf die Navigation: Die Strömungen in der Drake-Passage stellen eine Herausforderung für die Navigation dar. Schiffe müssen mit starken und unvorhersehbaren Strömungen fertig werden, die ihre Geschwindigkeit, Richtung und Stabilität beeinträchtigen. Das Navigieren gegen die Strömung erfordert viel Kraft und Treibstoff, während das Fahren mit der Strömung sorgfältige Aufmerksamkeit erfordert, um nicht vom Kurs abzukommen oder in Gefahrenzonen zu geraten.