15.09.2024
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Wasserdemo - Bootsbesitzer demonstrieren gegen Ankerverbot auf der Spree


Das Kollektiv SPREEPUBLIK will am heutigen Sonntag gegen das Ankerverbot auf weiten Teilen der Spree protestieren. «Eine solche weitreichende Einschränkung der Wassernutzung ohne jegliche Beteiligung von Verbänden und örtlichen Initiativen wollen wir nicht hinnehmen», sagt Arik Rohloff, Vorstand des Vereins SPREEBUBLIK, einem Zusammenschluss der Kunst- und Kulturflöße. Ziel soll sein, dass die Bundesregierung die Verordnung zurücknimmt. Eine Petition soll helfen.


Um was geht es genau:

 

Mit Datum vom 1. Juni besteht eine Bundesverordnung, die das Ankern und Festmachen auf einem 35 Kilometer langen Abschnitt der Spree und das Anlegen außerhalb genehmigter Liegeplätze weitestgehend verbietet. An gewissen Teilen der Spree, wie z.Bsp. dem Rummelsburger See, an der Insel der Jugend oder in der Müggelspree, ist es noch erlaubt, hier gilt jedoch eine Anwesenheitspflicht an Bord. Die Verordnung gilt vorerst bis Mitte 2027. Für viele Bootsbesitzer und Anleger kam dies überraschend. Nun braucht der Verein öffentliche Unterstützung und rief zur Wasserdemo auf der Spree auf.

 

 

Wasserdemo mit Abschlusskundgebung

 

Es fehle an einem runden Tisch, um Probleme zu besprechen und auch anzugehen, so ein Mitglied des Vereins. Viele Hausbootbesitzer - die zeitweise auf dem Wasser wohnen - sehen so eine Beschneidung ihres täglichen Lebens.

 

 

Am Sonntag sind Leute auf Hausbooten, Flößen, Motor- und Elektrobooten sowie Kajaks und Schlauchbooten aufgerufen, gemeinsam von der Rummelsburger Bucht in Richtung Innenstadt zu ziehen. Die Route verläuft entlang der Insel der Jugend bis zum Spreekanal an der Museumsinsel. Um 14.00 Uhr ist an der Museumsinsel eine Abschlusskundgebung geplant. Unterschriften zur Rücknahme der Verordnung seine zudem auch über eine “Online Petition ” möglich.

 

Bilder: FREEPIK