26.04.2026
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Grenadinen: Tipps, Tricks und Routenvorschlag


Du willst die „echte“ Karibik erleben? Dann geh segeln in den Windwards, zwischen Martinique und St. Vincent und den Grenadinen. Hier bekommst du genau das, was man sich unter der Karibik vorstellt: türkisfarbenes Wasser, beständige Passatwinde und kleine Inseln, die wie gemacht sind für einen Törn.


Nimm dir idealerweise zwei Wochen Zeit. Du kannst ab Martinique starten oder ab Grenada. Grenada bringt dich schneller zu den berühmten Cays, ist aber meist etwas umständlicher zu erreichen. Von Martinique aus hast du die besseren Flugverbindungen und kannst dich entspannt ins Revier vorarbeiten.

Eine bewährte Route mit schönen Stopps sieht so aus:
Martinique - St. Vincent - Mustique - Tobago Cays - Union Island - Bequia - St. Lucia - Martinique.

 

Wenn Crew und Wetter mitspielen, kannst du auch direkt eine längere Etappe fahren und über Nacht durchsegeln, um im Morgengrauen in Bequia einzuklarieren und direkt Richtung Grenadinen zu starten. Das spart Zeit und fühlt sich nach richtigem Offshore-Segeln an. Entspannter bleibt es aber, die Strecke in kleineren Etappen aufzuteilen.

 

Zwischen den Inseln wird es oft rauer. Mehr Wind, mehr Welle, genau das, was man sich eigentlich wünscht. Iss vorher etwas, sonst endet das Frühstück schnell unfreiwillig bei den Fischen. Dafür wirst du mit großartigem Segeln belohnt.

Ein Auge solltest du immer auf Fischerbojen haben. Viele liegen halb unter Wasser und sind schwer zu erkennen. Ebenso allgegenwärtig sind die sogenannten Boatboys. Bleib freundlich, aber klar. Hilfe kann praktisch sein, Preise solltest du vorher absprechen.

 

 

Die Sonne in diesem Revier ist kein Spaß. Schatten an Bord ist oft knapp, und ein Sonnenbrand kommt schneller, als man denkt. Regelmäßig eincremen gehört hier einfach dazu.

Kulinarisch wirst du nicht enttäuscht. Besonders zu empfehlen sind die BBQs am Strand in den Tobago Cays. Wenn es dein Zeitplan zulässt, bleib dort ruhig ein paar Tage länger. Es ist das Highlight der Route und einer dieser Orte, an denen man die Zeit vergisst.

 

Nimm ausreichend Bargeld mit, am besten ostkaribische Dollar oder US-Dollar. Südlich von Martinique bringt dir Euro in bar nichts mehr, und Kartenzahlung ist längst nicht überall möglich. Geld abheben klappt in Bequia oder in der Blue Lagoon auf St. Vincent meist problemlos, auf Union Island eher eingeschränkt.

 

Vermeide Kartons an Bord. Sie sind ein Klassiker, wenn es um ungebetene Gäste wie Kakerlaken geht.

Ein eher unterschätztes Thema sind Fruchtfledermäuse. Nachts keine blaue Beleuchtung anlassen und Luken geschlossen halten. Sie gehen gezielt an reifes Obst und hinterlassen dabei Spuren im ganzen Salon. Obst am besten luftdicht verstauen.

 

Rund um die Tobago Cays spielt die Strömung eine wichtige Rolle. Sie läuft mit der Tide und kann ihre Richtung deutlich ändern. Das merkst du sowohl beim Ankern als auch beim Schnorcheln. Beim Schwimmen lieber vorsichtig sein, idealerweise mit Flossen oder einer Leine am Boot.

 

Wenn du das alles im Hinterkopf behältst, erwartet dich eines der schönsten Segelreviere überhaupt.